Hochzeitsdeko-Profi Julia
Ein Expertentipp von Julia:

Alles was Ihr zur Tischordnung wissen solltet - Mit praktischem Tischplan zum Downloaden

In wenigen Wochen wird geheiratet und langsam trudeln auch die ersten Zusagen Eurer Gäste ein. Jetzt ist es an der Zeit, dass Ihr Euch Gedanken darum macht, wer wo und neben wem sitzt. Und nehmt das bitte nicht auf die leichte Schulter! Es ist eben schwieriger, als man denkt. Für die Planung der Sitzordnung haben wir für Euch ein praktische Tool zusammengebastelt, das Ihr hier kostenfrei downloaden könnt.

Tischordnung

Die Tischformen

Die einfachste Entscheidung ist sicherlich die Wahl der Tischform. Die gängigsten Möglichkeiten sind rechteckige, lange Tafeln ? erweiterbar zu einem T, einem E oder einem U ? oder freistehende runde Tische, die auch gerne mit einer Ehrentafel kombiniert werden. Jede Variante hat natürlich ihre Vor- und Nachteile, aber das soll an dieser Stelle nicht das Thema sein. Viel wichtiger ist es, die perfekte Sitzordnung aufzustellen, damit an Eurem großen Tag alles reibungslos verläuft.

Der Brauttisch

Hier eine kleine Hilfestellung, wie Ihr am besten beginnt:
Da Ihr als Brautpaar natürlich im Mittelpunkt steht und alle Gäste eigentlich nur gekommen sind, um Euch zu bewundern, sitzt Ihr an einem für alle gut sichtbaren, zentralen Punkt. Das muss nicht unbedingt ein Tisch in der Mitte sein, Ihr könnt auch mittig an einer der Längsseiten sitzen. Nur die hinterste Ecke ist für Euch absolutes Sperrgebiet! Generell gilt: Die Braut sitzt rechts vom Gatten. Traditionell platzieren sich daneben jeweils die Schwiegereltern ? Seine Eltern also neben ihr und ihre Eltern neben ihm. Es folgen die Trauzeugen mit Partnern, Großeltern, Taufpaten, Geschwister und die liebe Verwandtschaft ? Frauen und Männer immer abwechselnd, soweit das möglich ist. Das klappt natürlich bei länglichen Tafeln besonders gut. Habt Ihr runde, einzeln stehende Tische, sitzen die Onkel und Tanten in unmittelbarer Nähe.

Freunde und Verwandte

Und die guten Freunde? Folgt man der Tradition sitzen sie von Euch am weitesten entfernt - egal, ob ihr runde Tische, ein T, ein U oder ein E bevorzugt. Aber mal ehrlich? Muss der Cousin, der nur einmal im Jahr ? nämlich zu Weihnachten ? eine Karte schickt und sonst nie anruft, näher bei Euch sitzen als die Sandkastenfreundin, mit der man sich jede Woche an mindestens drei Tagen zum Kaffee trifft? Nur, weil er zur Familie gehört? Liebes Brautpaar, überlegt Euch das gut! Manchmal kann man die Tradition ruhig auch mal Tradition sein lassen und Familie und Freunde bei der Tischordnung bunt durcheinander würfeln. Viel wichtiger ist es, Personen zusammen zu setzen, die einander sympathisch sind oder gleiche Interessen haben. Dann entsteht eine entspannte, unterhaltsame Atmosphäre fast von allein.

Früh planen und Nerven schonen

Schade, dass man eine Tischordnung nicht einfach so aus dem Ärmel schütteln kann. Es würde definitiv einige Nerven sparen. Stattdessen solltet Ihr Euch wirklich genügend Zeit für den Sitzplan nehmen. Denn es gibt sie immer, diese Fettnäpfchen, denen man tunlichst aus dem Weg gehen sollte.
Oma Helga lamentiert, dass es an der Tür zieht. Ihre alten Knochen machen die Kälte einfach nicht mehr mit. Und beim DJ ist es entschieden zu laut. Tante Kerstin beschwert sich lautstark, dass sie neben ihrer zerstrittenen Schwester sitzen muss, nur weil es Familie ist. Es sei ja schon eine Zumutung, dass man sich den ganzen Tag lang aushalten muss, dann doch lieber eisiges Schweigen und düstere Blicke. Versehentlich muss der 15-jährige Paul zwischen Kevin (5), Sophia (4) und Lene (5) am Krabbeltisch sitzen, während die Cousinen des Bräutigams wie wild mit dem besten Freund der Braut flirten, obwohl er darauf sichtbar keine Lust hat. Warum auch nicht? Die Singles sitzen nicht umsonst an einem Tisch. Vielleicht gibt es ja bald die nächste Hochzeit! Und da sieht man hoffentlich das Brautpaar besser, weil es sich nicht in die hinterste Ecke verkrümelt hat.

Planungstool zum Downloaden

Bis die beste Tischordnung steht, ist es also ein weiter Weg, der mehr als einen Stolperstein bereithält. Und gerade dann, wenn Ihr denkt, endlich fertig zu sein, erlebt Onkel Herbert seinen zweiten Frühling und will seine neue Sommerbekanntschaft mitbringen. Oder die Location hat aus unerfindlichen Gründen plötzlich nur noch runde Tische. Auf zum fröhlichen Puzzeln! Das können wir Euch leider nicht abnehmen, aber wir können es Euch erleichtern.

In unserem praktische Planungstool zum downloaden findet Ihr eine Vorlage für einen runden Tisch und eine rechteckige Tafel. Diese könnt Ihr, entsprechend der Anzahl an Gästen und benötigten Tischen, beliebig oft ausdruckt.  Schön ist es auch immer, wenn Ihr Euren Tischen Namen gebt. Die kleinen Felder am Rand funktionieren als Stühle ? einfach die Namen eintragen, ausdrucken, ausschneiden und herumschieben.

Tischplan Hochzeit zum Ausschneiden

-Dowload 2,3MB-

Keine Sitzordnung ohne Platzkarten

Zusammen mit einem übersichtlichen Sitzplan ist die Tischordnung aber erst die halbe Miete. Beides wird Eure Gäste nur bedingt davon abhalten, wie aufgescheuchte Hühner durch den Saal zu laufen. Was Ihr braucht, sind Platzkarten! Und da haben wir etwas ganz Besonderes für Euch: kleine Windlichter. Mit Namen, Initialen, Hochzeitsdatum oder einfach nur ohne alles zum selber Austoben, dazu verschiedene Designs und Farben für jeden Geschmack ? was will man mehr?

Diese Tischkartenvariante ist wunderbar originell, liegt dieses Jahr total im Trend und ist so beliebt, dass die Teelichter sogar Eingang in die aktuelle Wedding Style (Ausgabe 2/2014) gefunden haben. Wenn wir ehrlich sind, gibt es doch nichts Schöneres als einen von unzähligen Kerzen erhellten Festsaal, oder? Welche Frau träumt nicht davon? Eure Gäste werden von dem romantischen Schein der Windlichter ganz begeistert sein und sich freuen, wenn sie die Windlicht-Tischkarten anschließend als kleine Gastgeschenke behalten dürfen.